OCTO in Containern: Schnellere Bereitstellung, weniger Aufwand

Komplexe Serverbereitstellungen kosten Zeit, Nerven und oft mehr Ressourcen als nötig. Manuelle Installation, das mühsame Erfüllen von Voraussetzungen, das berüchtigte „Auf meinem Rechner funktioniert es“. Genau hier setzen Container an: Sie machen die Bereitstellung Ihrer Umgebung schneller, ressourceneffizienter und zuverlässig wiederholbar.

In diesem Artikel zeigen wir, was Container sind, warum sie sich lohnen, welche Komponenten dahinterstecken und wie eine typische Bereitstellung aussieht.


Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Container?
  2. Octo für Container
  3. Die Images und ihre Funktionen
  4. Beispiel einer Containerisierten-Bereitstellung
  5. Fazit & FAQs

Warum Container?

Containerisierte Software hat eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber Installationen auf virtuellen Maschinen. Von Installation bis zu Updates und sogar bei Resilienz und Ressourceneffizienz entstehen Vorteile:

Installation

Statt jede Umgebung von Hand aufzusetzen, stehen Images zum Download bereit und sind sofort einsatzbereit. Alle notwendigen Voraussetzungen sind bereits im Container vorinstalliert. Das verkürzt die Bereitstellung erheblich und macht sie vor allem planbar.

Der Grundgedanke von Containern lautet: „Einmal erstellen, überall ausführen.“ Dasselbe Container-Image läuft zuverlässig im Demobetrieb wie im Produktivbetrieb. Durch Nutzung eines OpenSource Stacks ist zudem auch unsere Standard-Konfiguration des Gesamtsystems auf verschiedenen Plattformen einsetzbar.

Updates

Die automatische Erstellung von Containern ermöglicht auch Updates der Plattform ohne Unterbrechung. Durch sogenannte Blue-Green-Deployments können nicht nur nahtlose Updates, sondern auch Rollbacks im Falle von Problemen vollzogen werden.

Resilienz

Im Fall eines Serverfehlers führt die Nutzung der containerisierten Lösung noch zu einem weiteren Vorteil: Bei Ausfall eines Node kann ein anderer Node auf dem gleichen Cluster die Aufgaben übernehmen. So kann mit minimaler Downtime das System weiterarbeiten. Unter Node versteht sich eine virtuelle oder physische Maschine je nach Konfiguration des Clusters.

Ressourceneffizienz

Viele Systeme sind nicht zu jedem Zeitpunkt gleich ausgelastet. Durch die Containerisierung können genutzte Ressourcen flexibel angepasst werden: In Stoßzeiten springen zusätzliche Aktivitätsserver ein, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit hochzuhalten, welche nachts wieder abgeschaltet werden können. So können Kosten gespart werden, ohne Einbußen an der Qualität des Systems zu spüren.

Sicherheit

Container trennen Host-System und Applikation und erhöhen damit die Sicherheit von beiden Seiten: Angreifer können weniger Angriffsfläche ausnutzen, und sogar bei einer Intrusion ist der Schaden kleinstmöglich.


Octo für Container: Eine modulare Form der Containerisierung

Wir verwenden eine Architektur, bei der in jedem Pod ein Applikationscontainer läuft. Ein Pod ist die kleinste Einheit in Kubernetes und bündelt einen oder mehrere Container. Je nach Anforderung können zusätzliche Sidecar-Container eingesetzt werden, also Container, die im selben Pod mitlaufen und den Hauptcontainer um bestimmte Funktionen ergänzen. Ein Beispiel ist die verschlüsselte Kommunikation zwischen mehreren Pods. Dabei übernimmt ein Envoy-Proxy die HTTPS-Verschlüsselung, während ein cert-manager sicherstellt, dass die dafür nötigen Zertifikate stets aktuell sind und automatisch erneuert werden.

Logo_OCTO

Die Images und ihre Funktionen

Die folgende Übersicht zeigt, welche Komponenten bei der containerisierten Bereitstellung zum Einsatz kommen und welche Aufgabe jedes Image übernimmt.

ImageFunktion
AutorisierungsserverDer Autorisierungsserver kennt alle Nutzer, ihre Rollen und Berechtigungen und entscheidet, wer auf welche Dienste zugreifen darf. Er basiert auf dem OAuth2-Standard und lässt sich mit bestehenden Nutzerverwaltungssystemen wie Microsoft Entra ID oder Keycloak verbinden.
LaufzeitumgebungUnerlässlich für die Prozessausführung. Stellt die erforderliche Umgebung samt zentraler Dienste (Konfigurations-, Dokument-, Prozess- und Systemüberwachungsdienste) bereit, um Prozessinstanzen effizient und zuverlässig auszuführen.
Activity LauncherDas primäre Worker-Image. Es stellt die korrekte Abfolge der Prozessaktivitäten sicher, verarbeitet Dokumente und ist der Hauptverbraucher von CPU- und Speicherressourcen.
ProzessmonitorEchtzeit-Überwachung über eine Webanwendung, die speziell auf die Verfolgung und Verwaltung aktiver Prozesse ausgelegt ist.
System MonitorWebanwendung zur Sicherung der Betriebsstabilität. Überwacht Systemzustand und Leistungsmetriken.
Check+Act (C+A)Hostet die Human-in-the-Loop-Webanwendung (HITL). Über sie validieren oder ändern Anwender Dokumente als Teil des Prozess-Workflows.
DesigntimeStellt den Designtime-Dienst mit den Kernfunktionen für Prozessmodellierung und -entwicklung bereit. Wird ausschließlich vom Process Modeler verwendet.
Process ModelerIntuitive Webanwendung zum Erstellen, Bearbeiten und Anpassen der Prozesslogik. Für eine Prozessgestaltung, die mit den Geschäftsanforderungen mitwächst.

Beispiel einer Containerisierten-Bereitstellung

In der Praxis werden die Images so kombiniert, dass jede Komponente ihre Rolle erfüllt:

  • Der Autorisierungsserver übernimmt Identität und Zugriff
  • die Laufzeitumgebung und der Activity Launcher führen die Prozesse und Dokumentenverarbeitung aus
  • Prozessmonitor und System Monitor sorgen für Transparenz
  • Check+Act bindet die menschliche Prüfung ein
  • Process Modeler und Designtime kommen dort hinzu, wo Prozesse modelliert und angepasst werden

Über einen Orchestrator wie Kubernetes oder OpenShift lässt sich dieses Zusammenspiel zentral verwalten und bei Bedarf skalieren.


Webinar: Die neue Version – OCTO und DPS 2026

Container sind nur ein Teil der Neuerungen im Release 2026. Am 21. Juli 2026 um 10:00 Uhr zeigen wir im Webinar live, was sich mit der neuen Version konkret ändert.
OCTO läuft jetzt auch unter Linux, beschleunigt Workflows mit Docker-Containern, basiert auf .NET 8 und unterstützt PostgreSQL vollständig. Dazu kommen neue Funktionen zur intelligenten Verarbeitung von Mehrfachanliegen, eine erweiterte KI-Enablement Suite und benutzerfreundlichere Oberflächen.

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Fazit

Container nehmen der Bereitstellung ihre Komplexität: schneller einsatzbereit, ressourcenschonender, konsistent über alle Umgebungen hinweg und mit klaren Vorteilen bei Updates, Sicherheit und Wiederherstellung. Statt sich mit Serverkonfigurationen abzumühen, setzen Sie auf eine intelligentere, reproduzierbare Bereitstellung.

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Häufige Fragen (FAQ)

Was sind Container?

Ein Container ist ein leichtgewichtiges, in sich abgeschlossenes Paket, das eine Anwendung samt aller benötigten Abhängigkeiten enthält. Anders als bei einer virtuellen Maschine teilen sich Container den Kernel des Host-Betriebssystems und starten dadurch schneller und ressourcenschonender. Das Ergebnis ist eine überall identisch lauffähige, portable Umgebung.

Wo liegt der Unterschied zwischen Docker und Kubernetes?

Von einigen Quellen werden Containerisierte Systeme allgemein als “Docker” bezeichnet. Docker ist eine hervorragende Plattform, um Systeme auf einzelnen Computern laufen zu lassen. Kubernetes hingegen ist ein sogenannter Orchestrator, welcher ermöglicht, dass die Last auf verschiedene Server verteilt werden kann, was die oben beschriebenen Vorteile für Resilienz und Skalierbarkeit ermöglicht.

Ist Containerisierung für OCTO und DocProStar verfügbar?

Ja. Die containerisierte Bereitstellung steht sowohl für OCTO als auch für DocProStar zur Verfügung. Die in diesem Artikel beschriebenen Images und Vorteile gelten für beide gleichermaßen.

Welche Orchestratoren werden unterstützt?

Die Container lassen sich mit gängigen Orchestratoren wie Kubernetes und OpenShift verwalten und skalieren.

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